Judo: Sieben Medaillen beim Open Van Brabant 2016

Anastasia Borowski, Naima Günther, Jano Rübo, Daniel Schäfer, Briag Vanderschaeghe (v. l. n. r., Foto: Marcel Vanderschaeghe). Es fehlen Soraya Günther und Malin Fischer.
Anastasia Borowski, Naima Günther, Jano Rübo, Daniel Schäfer, Briag Vanderschaeghe (v. l. n. r., Foto: Marcel Vanderschaeghe). Es fehlen Soraya Günther und Malin Fischer.

Die Judoka der SSF Bonn folgten der Einladung Peter Ecksteins, dem Sohn des kürzlich verstorbenen Abteilungsgründungsmitgliedes Franz Eckstein, ins belgische Tervuren nahe Brüssel. Der seit über zwölf Jahren dort ansässige Peter organisiert seit Jahren dieses internationale Turnier. In diesem Jahr waren nicht nur die Beneluxländer vertreten, sondern außer uns Deutschen auch Judoka aus England, Estland und sogar Kamerun. Für die niederländischen Judoka gibt es auf diesem Turnier sogar Ranglistenpunkte in ihrem Heimatland. Eine Delegation von neun Athleten startete in den Altersklassen U18 und U15. Mit dabei waren auch die Perspektivteam-Mitglieder Malin Fischer und Naima Günther.

Malin startete erstmals in einer höheren Gewichtsklasse -52 kg und gewann ihre erste Begegnung ebenfalls erstmalig mit einer Würgetechnik. In ihrem zweiten Kampf wurde sie in den ersten Sekunden eiskalt erwischt und kämpfte von nun an gegen den Vorsprung ihrer Gegnerin beherzt an. Ihre Gegnerin wich immer mehr in die Defensive aus und bekam eine Strafe nach der anderen. Leider war die Kampfzeit vor Vergabe der vierten Strafe um und somit ging der Kampf verloren. Als zweite des Pools musste Malin nun gegen die spätere Erste, de Winter, ran, die Malin nach einer Unachtsamkeit mit einer Spezialtechnik mit Ippon bezwang. Im Kampf um Platz drei hingegen ließ Malin nichts mehr anbrennen und siegte vorzeitig mit Ippon.

Vereinskameradin Naima Günther hingegen gewann alle ihre vier Vorkämpfe vorzeitig mit Ippon. Im Finale stand sie der Vorjahreszweiten de Brem gegenüber. Beide Linkskämpferinnen lieferten sich ein ziemlich ausgeglichenes Duell, welches nach Ablauf der regulären Kampfzeit von vier Minuten unentschieden stand. Beide mussten in den „Golden Score“, der erst beendet ist, wenn eine der Kämpferinnen eine Wertung macht oder bestraft wird. Den Rekord im Golden Score hielt bis dato Vereinskamerad Jano Rübo mit 12,32 min. Dieser sollte jedoch im Finale -63 kg an diesem Tag gebrochen werden. Naima bekam eine Wertung nach 13,38 min Kampfzeit und gewann Gold.

Besagter Vereinskamerad Jano war an diesem Tag wieder einmal unschlagbar und gewann alle vier4 Kämpfe in der U15 (-46 kg) vorzeitig mit unterschiedlichen Techniken. Anastasia Borowski machte ihr Debut eine Gewichtsklasse höher (-40 kg) und verlor nur mit einer Bestrafung. Sie sicherte sich Silber. Bronzemedaillen holten noch Soraya Günther, Daniel Schäfer und Briag Vanderschaeghe.

Alle Ergebnisse

Yamina Bouchibane

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