Nouri Günther holt Bronze bei den Deutschen Judo Einzelmeisterschaften U18

von Maike Schramm (SSF)

Bronzemedaille für Nouri Günther (1.v.r) – Foto: I. Martins

Dem 14 jährigen SSF-Bonn Judoka Nouri Günther gelang bei der Deutschen Einzelmeisterschaft in Leipzig eine kleine Sensation. Auf seiner ersten Deutschen Meisterschaft holte er nach 6 Kämpfen nicht nur die Bronzemedaille, sondern schaffte es als Einziger des jüngsten Jahrganges aufs Treppchen.

Auf seinem Weg dahin besiegte er im ersten Kampf den zwei Jahre älteren Nick Köhler aus Niedersachsen - einer der Favoriten -, dann gewann er gegen Joren Westphal, ebenfalls Jahrgang 2003 aus Berlin. Im Poolfinale unterlag er Philip Drexler, Jahrgang 2003, dem Deutschen Meister aus 2018 aus Osnabrück, erst im Golden Score.
In der Trostrunde brauchte er für seinen Kampf gegen Malik Kesmen (2003) aus Nordrhein Westfalen nur 25 sek. Gegen Hamidov (2003) aus Hessen musste er wieder in den Golden Score und konnte wieder gewinnen.
Jetzt stand er im kleinen Finale Finn Luca Redding (2004) aus Niedersachsen gegenüber. Die letzte Begegnung konnte Redding für sich entscheiden, aber Nouri war entschlossen eine Medaille zu holen. Nach Ablauf der Kampfzeit ging es wieder in den Golden Score und nach weiteren 1:47 min gelang es Nouri zu punkten.
Dies bescherte ihm seine erste Deutsche Einzelmedaille und eine weitere für die SSF-Bonn Judoabteilung.

Vereinskamerad Tom Hartmann schrabbte knapp an diesem Edelmetall vorbei. Nach seinem Auftaktsieg gegen Arne Stefan aus Sachsen und einem weiteren gegen Renner aus Hessen scheiterte er im Poolfinale an dem späteren Ersten Kappelmeier aus Bayern. In der Trostrunde besiegte er Ederer aus Baden und Lobgard aus Hamburg, gegen den er in Bamberg noch verloren hatte. Im kleinen Finale gegen Frikel aus Württemberg geriet er in einen Armhebel und musste aufgeben. Nach seinem 9. Platz im letzten Jahr erreichte er dieses Mal Platz 5.

Vereinskamerad Lino Dello Russo - Vorjahres Fünfter der Gewichtsklasse -46kg - verlor sein Poolfinale -55 kg gegen den späteren 3. Ginaev aus Hamburg. In der Trostrunde passierte es dann: Anton Frei, der Deutsche Meister -46kg des Vorjahres, gegen den Lino schon zweimal gewinnen konnte, nutzte einen nicht beherzten Angriff von Lino zur Übernahme und punktete. Dies bedeutete das frühzeitige aus für Lino, für den sicherlich mehr drin gewesen wäre als der 9. Platz.

Seine beiden Vereinskameraden Marc Ivtchenko (Jg. 2005) -55kg und Kieran Martins Trempeck (Jg. 2005) -43kg kamen bei ihrer ersten Deutschen Meisterschaft ebenfalls unter die Top 10 und verkauften sich teuer. Sie verloren beide erst im Poolfinale.

Yamina Bouchibane

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